Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

FAQ zu der Verzögerung der Verkehrsumlegung auf vsl. Ende November 2017

 

1. Was sind die Gründe der Verzögerung?
Ursprünglich sollte bereits ab Spätsommer der Verkehr über die neue Brückenhälfte fahren. Es gab jedoch Verzögerungen bei der Ausführung der Arbeiten. Die ausführende Baufirma hat in intensiven Gesprächen mit Hessen Mobil zugesichert, die Verzögerungen möglichst gering zu halten. Wir gehen davon aus, dass die Verkehrsfreigabe bis Ende November 2017 erfolgt.

 

2. Welche Konsequenzen hat das nun?
Der Verkehr kann voraussichtlich erst Ende November 2017 auf die neue Brücke umgelegt werden, wenn diese fertig ist. Aus verkehrlicher Sicht wird mit Fertigstellung der ersten Brückenhälfte die Ausfahrt MZ-Mombach von Wiesbaden kommend wieder geöffnet, im gleichen Zuge aus baulichen Gründen die Zufahrt an der AS MZ-Mombach in Fahrtrichtung Wiesbaden geschlossen. Ebenfalls mit Fertigstellung der ersten Brückenhälfte stehen den Verkehrsteilnehmern im Bereich der AS MZ-Mombach auf den Hauptfahrbahnen wieder zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung.

 

3. Welche Arbeiten werden aktuell durchgeführt? / Wie geht es auf der Baustelle weiter (Bauablauf bis zur ersten Brückenfertigstellung)?
Augenblicklich werden auf der Brücke verschiedene Arbeiten zeitgleich ausgeführt. Dazu zählen Abdichtungs- und Gussasphaltarbeiten, die Montage eines Übersteigschutzes sowie die Anbringung des Brückengeländers und die Herstellung des Belags für den Geh- und Radweg. Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten zur Herstellung der Fahrbahnplatte auf der gesamten Brückenhälfte. Auf der Wiesbadener Seite wurde eine Dammverbreiterung im Bereich zwischen Äppellallee und Rheingaustr. durchgeführt. Der hier entstandene Anschluss wird augenblicklich als Baustellenzufahrt genutzt, um Arbeiten auf der neuen Brückenhälfte auszuführen. Im Anschluss an die Bauarbeiten wird in diesem Bereich eine Überfahrt auf den Anschluss zur A 643 hergestellt. Abschließend erfolgen die Ausstattungsarbeiten wie Schutzplanken, Wegweiser und Kleinbeschilderung.

 

4. Wie geht es weiter, wenn die ersten Brückenhälfte fertiggestellt ist?
Nach Fertigstellung der ersten Brückenhälfte wird mit dem Abriss der Bestandsbrücke begonnen. Ist diese abgerissen wird an gleicher Stelle die zweite Brückenhälfte gebaut.

 

5. Wie sieht die zeitliche Verzögerung insgesamt bei der ersten Brückenhälfte aus?
Die Fertigstellung der ersten Brückenhälfte hat sich insgesamt um 1,5 Jahre verzögert. Ursprünglich sollte die Brückenhälfte Mitte 2016 fertig sein. Gründe hierfür waren:

 

1.Technische Probleme in den ersten beiden Jahren. So wurde im Bereich einer Pfeilerachse kontaminierter Boden vorgefunden, der ausgetauscht werden musste. Andererseits konnten die technisch anspruchsvollen Bohrungen nicht entsprechend dem ursprünglichen Zeitplan ausgeführt werden. Weitere Verzögerungen resultierten aus der Errichtung der Verschubbahnen, auf denen die vormontierten Brückenteile aus Stahl in Richtung Rhein geschoben wurden. Hier war eine Stabilisierung des Bodens durch Zementinjektionen notwendig.

 

2.Ungünstige Witterungsbedingungen in 2016. In den vergangenen Monaten gab es über mehrere Wochen hinweg wechselweise Regen und extreme Hitze, so dass vor allem die Korrosionsschutzarbeiten am Brückenüberbau nicht mehr vor dem Winter abgeschlossen werden können. Die Oberflächentemperatur des Stahls darf nicht mehr als 40 Grad Celsius betragen und die Luftfeuchtigkeit nicht über 85 Prozent liegen. Mehr als 150.000 Quadratmeter Stahlfläche werden insgesamt beschichtet. Diese Verzögerung wirkt sich ebenfalls auf die Betonier- und Abdichtungsarbeiten aus. Die beiden Arbeitsschritte dürfen nicht im gleichen Arbeitsabschnitt gleichzeitig laufen. Auch bei diesen Arbeiten ist die Witterung entscheidend: Es müssen durchgängig Temperaturen von über 5 Grad Celsius herrschen. Darum müssen die Arbeiten bei Bedarf im Winter unterbrochen werden und können erst bei entsprechender Witterung im Frühjahr fertiggestellt werden.

 

3.Niedrigwasser im Rhein im Herbst 2016. Die Pontons sind den Rhein runtergefahren nach Mainz. Durch Niedrigwasser hat sich dies verzögert. Dadurch konnte das zweite Brückenteil auf den Pontons nicht eingeschwommen werden.

 

4.Verzögerung bei Ausführenden Arbeiten.

 

6. Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Die genehmigten Gesamtkosten betragen rund 216 Millionen Euro. Kostenträger ist der Bund. Inwieweit sich die Kosten verändern, wissen wir erst nach Abschluss der Gesamtmaßnahme.

 

 

FAQ- Allgemein

 

7. Wie kann ich als Fußgänger/Radfahrer nach Sperrung des unterstomigen (westlichen) Geh- und Radwegs die Brücke überqueren?
Seit Mitte Oktober 2015 steht der Geh- und Radweg auf der oberstromigen (östlichen) Brückenseite zur Verfügung. Die Auffahrt auf Wiesbadener Seite befindet sich links im Bereich der Zufahrtsrampe der AS-Äppellallee, von der von Äppellallee kommend in Fahrtrichtung Wiesbaden. Den Radfahrern steht auf der Mombacher Seite einen Treppenturm zur Verfügung, der einen Aufgang mit Laufschiene für die Räder bereitstellt.

 

8. Wann und mit welchen Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen?

Die derzeit vorhandenen Fahrstreifen werden über die gesamte Bauzeit befahrbar sein. Durch drei zusätzliche Schiffsanlegeplätze wird ein Großteil der Baustellenbelieferung über den Wasserweg erfolgen. Diese Maßnahmen sollen mögliche Behinderungen im Verkehrsnetz reduzieren.

 

9. Warum muss die Schiersteiner Brücke neu gebaut werden?

Die Schiersteiner Rheinbrücke wurde von 1959 bis 1962 gebaut und als Bundesstraße 262 mit einem Verkehrsaufkommen von ca. 20.000 Kfz/24h dem Verkehr übergeben. Mit steigender Verkehrsbelastung stieg auch die Verkehrsbedeutung – aus der B 262 wurde die Bundesautobahn A 643, die heute mit einer täglichen Verkehrsstärke von etwa 90.000 Kfz/24h bei einem LKW-Anteil von 7,5 Prozent tagsüber und von zehn Prozent nachts belastet ist.

 

Der bauliche Zustand der bestehenden Rheinbrücke hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Hauptursache dafür sind die enorme Zunahme der Verkehrsbelastung und die gestiegenen zulässigen Achslasten. Der Zustand der Brücke erforderte deshalb die Herabsetzung der Geschwindigkeit auf 60 km/h.

 

10. Kann die Rettbergsaue während der Bauarbeiten besucht werden?

Die Rettbergsaue ist während der Bauarbeiten erreichbar. Die Personenfähre "Tamara" verkehrt während der Bauzeit zwischen Biebrich am Rheinufer, Schiersteiner Hafen und der Rettbergsaue mit einem erweiterten Fahrplan. Ein Zugang zur Rettbergsaue über die Schiersteiner Brücke ist jedoch nicht möglich.

 

11. Wird es während der Bauzeit eine Geh- und Radwegeverbindung über die Brücke geben?

Während der gesamten Bauzeit wird eine Geh- und Radwegeverbindung im Zuge der Schiersteiner Brücke aufrecht erhalten. Augenblicklich kann der oberstromige Radweg genutzt werden (siehe Frage 1). Im Spätsommer 2017 wird auf der ersten fertigstellten Brückenhälfte ein kombinierter Geh- und Radweg zur Verfügung stehen. Mitte 2020 ein weiterer auf der zweiten Brückenhälfte. Die zukünftigen Geh- und Radwege werden eine Breite von 2,5 m aufweisen und somit deutlicher breiter gestaltet sein, als bei der Bestandsbrücke. Die Radwege werden sowohl von Wiesbadener als auch von Mainzer Seite aus über Rampen befahrbar sein. Zusätzlich wird bei Fertigstellung der Gesamtmaßnahme (Mitte 2020) oberstromig ein abgehängter Rad- und Gehweg von Wiesbadener Seite zur Rettbergsaue und weiter auf die Mainzer-Seite und natürlich umgekehrt befahrbar sein, der ebenfalls eine Breite von 2,5 m aufweisen wird.

 

12. Wie sind die Begriffe "oberstromig" und "unterstromig" im Zusammenhang des Brückenbauwerks zu verstehen?

Mit dem Begriff "oberstromig" ist die Richtung/Seite gemeint, aus welcher der Fluss entspringt (Flussquelle). "Unterstromig" bezeichnet die Richtung/Seite zu der Flußmündung.

 

Stand des FAQ: 18.09.2017

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