Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

1. Welche Konsequenzen hat die im November 2017 erfolgte Verkehrsumlegung auf die neue Brückenhälfte?
Aus verkehrlicher Sicht wird mit Fertigstellung der ersten Brückenhälfte die Ausfahrt MZ-Mombach von Wiesbaden kommend wieder geöffnet, im gleichen Zuge aus baulichen Gründen die Zufahrt an der AS MZ-Mombach in Fahrtrichtung Wiesbaden geschlossen. Der Verkehr wird diesbezüglich über die AS MZ-Gonsenheim umgeleitet. Ebenfalls mit Fertigstellung der ersten Brückenhälfte stehen den Verkehrsteilnehmern im Bereich der AS MZ-Mombach auf den Hauptfahrbahnen wieder zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Die provisorische Verkehrsführung auf rheinland-pfälzischer Seite im Bereich der AS Mainz-Mombach erfordert eine Herabsetzung der Fahrgeschwindigkeit auf 40 km/h, da die Fahrbahn in diesem Bereich stark verschwenkt wird, um auf den derzeitigen Ausbauquerschnitt zurückgeführt zu werden. In diesem Zusammenhang bleibt abzuwarten, ob der dortige Blitzer dauerhaft im Einsatz bleiben wird, bzw. wie die Verkehrsteilnehmer die notwendige Geschwindigkeitsreduktion annehmen.

 

 

2. Wie kann ich als Fußgänger/Radfahrer die Brücke überqueren?
Mit Fertigstellung der ersten Brückenhälfte kann auch der neue Geh- und Radweg genutzt werden. Die Geh- und Radwegeführung erfolgt nun barrierefrei. Auf der hessischen Seite wird dieser über eine Rampe von der Äppelallee auf die neue Brücke, auf rheinland-pfälzischen Seite über die Abfahrtsrampe Wiesbaden - MZ-Mombach im Bereich der AS MZ-Mombach geführt. Der provisorische Treppenturm auf rheinlandpfälzischer Seite wird durch die Öffnung der Abfahrtsrampe an der MZ-Mombach nicht mehr benötigt.

 

Eine Geh- und Radwegeverbindung im Zuge der Schiersteiner Brücke wird während der gesamten Bauzeit aufrecht erhalten. In 2021 wird ein weiterer auf der zweiten Brückenhälfte zur Verfügung stehen. Die neuen Geh- und Radwege weisen eine Breite von 2,5 m auf und somit deutlicher breiter gestaltet sein, als bei der alten Schiersteiner Brücke. Zusätzlich wird bei Fertigstellung der Gesamtmaßnahme (in 2021) oberstromig ein abgehängter Rad- und Gehweg von Wiesbadener Seite zur Rettbergsaue und weiter auf die Mainzer-Seite und natürlich umgekehrt befahrbar sein, der ebenfalls eine Breite von 2,5 m aufweisen wird.

 

 

3. Kann die Schiersteiner Brücke mit einem LKW befahren werden.
Ja, dies ist möglich. Es gelten die Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO).

 

 

4. Welche Arbeiten werden aktuell durchgeführt? / Wie geht es auf der Baustelle weiter?
Nach Fertigstellung der ersten Brückenhälfte und Umlegung auf die Brückenhälfte im November 2017, haben bereits die Arbeiten zum Abriss der Bestandsbrücke begonnen. Ist diese abgerissen (voraussichtlich Mitte 2018) wird an gleicher Stelle die zweite Brückenhälfte gebaut.

 

 

5. Wieso gab es zeitliche Verzögerungen bei der ersten Brückenhälfte?
Die Fertigstellung der ersten Brückenhälfte hat sich insgesamt um 1,5 Jahre verzögert. Ursprünglich sollte die Brückenhälfte Mitte 2016 fertig sein. Gründe hierfür waren:

 

1. Technische Probleme in den ersten beiden Jahren. So wurde im Bereich einer Pfeilerachse kontaminierter Boden vorgefunden, der ausgetauscht werden musste. Andererseits konnten die technisch anspruchsvollen Bohrungen nicht entsprechend dem ursprünglichen Zeitplan ausgeführt werden. Weitere Verzögerungen resultierten aus der Errichtung der Verschubbahnen, auf denen die vormontierten Brückenteile aus Stahl in Richtung Rhein geschoben wurden. Hier war eine Stabilisierung des Bodens durch Zementinjektionen notwendig.

 

2. Ungünstige Witterungsbedingungen in 2016. In den vergangenen Monaten gab es über mehrere Wochen hinweg wechselweise Regen und extreme Hitze, so dass vor allem die Korrosionsschutzarbeiten am Brückenüberbau nicht mehr vor dem Winter abgeschlossen werden können. Die Oberflächentemperatur des Stahls darf nicht mehr als 40 Grad Celsius betragen und die Luftfeuchtigkeit nicht über 85 Prozent liegen. Mehr als 150.000 Quadratmeter Stahlfläche werden insgesamt beschichtet. Diese Verzögerung wirkt sich ebenfalls auf die Betonier- und Abdichtungsarbeiten aus. Die beiden Arbeitsschritte dürfen nicht im gleichen Arbeitsabschnitt gleichzeitig laufen. Auch bei diesen Arbeiten ist die Witterung entscheidend: Es müssen durchgängig Temperaturen von über 5 Grad Celsius herrschen. Darum müssen die Arbeiten bei Bedarf im Winter unterbrochen werden und können erst bei entsprechender Witterung im Frühjahr fertiggestellt werden.

 

3. Niedrigwasser im Rhein im Herbst 2016. Die Pontons sind den Rhein runtergefahren nach Mainz. Durch Niedrigwasser hat sich dies verzögert. Dadurch konnte das zweite Brückenteil auf den Pontons nicht eingeschwommen werden.

 

4. Verzögerung bei Ausführenden Arbeiten.

 

6. Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Die genehmigten Gesamtkosten betragen rund 216 Millionen Euro. Kostenträger ist der Bund. Inwieweit sich die Kosten verändern, wissen wir erst nach Abschluss der Gesamtmaßnahme.

 

 

7. Wann und mit welchen Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen?

Die derzeit vorhandenen Fahrstreifen werden über die gesamte Bauzeit befahrbar sein. Durch drei zusätzliche Schiffsanlegeplätze wird ein Großteil der Baustellenbelieferung über den Wasserweg erfolgen. Diese Maßnahmen sollen mögliche Behinderungen im Verkehrsnetz reduzieren.

 

 

8. Warum muss die Schiersteiner Brücke neu gebaut werden?

Die Schiersteiner Rheinbrücke wurde von 1959 bis 1962 gebaut und als Bundesstraße 262 mit einem Verkehrsaufkommen von ca. 20.000 Kfz/24h dem Verkehr übergeben. Mit steigender Verkehrsbelastung stieg auch die Verkehrsbedeutung – aus der B 262 wurde die Bundesautobahn A 643, die heute mit einer täglichen Verkehrsstärke von etwa 90.000 Kfz/24h bei einem LKW-Anteil von 7,5 Prozent tagsüber und von zehn Prozent nachts belastet ist.

 

Der bauliche Zustand der bestehenden Rheinbrücke hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Hauptursache dafür sind die enorme Zunahme der Verkehrsbelastung und die gestiegenen zulässigen Achslasten. Der Zustand der Brücke erforderte deshalb die Herabsetzung der Geschwindigkeit auf 60 km/h.

 

 

9. Kann die Rettbergsaue während der Bauarbeiten besucht werden?

Die Rettbergsaue ist während der Bauarbeiten erreichbar. Die Personenfähre "Tamara" verkehrt während der Bauzeit zwischen Biebrich am Rheinufer, Schiersteiner Hafen und der Rettbergsaue mit einem erweiterten Fahrplan. Ein Zugang zur Rettbergsaue über die Schiersteiner Brücke ist jedoch nicht möglich.

 

 

10. Wie sind die Begriffe "oberstromig" und "unterstromig" im Zusammenhang des Brückenbauwerks zu verstehen?

Mit dem Begriff "oberstromig" ist die Richtung/Seite gemeint, aus welcher der Fluss entspringt (Flussquelle). "Unterstromig" bezeichnet die Richtung/Seite zu der Flußmündung.

 

Stand des FAQ: 28.11.2017

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