Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

FAQ zu der Verzögerung der Verkehrsumlegung auf vsl. Mitte 2017

 

1. Was sind die Gründe der Verzögerung?

Gründe dafür sind ungünstige Witterungsbedingungen, die sich verzögernd auf spezielle Bauleistungen ausgewirkt haben. In den vergangenen Monaten gab es über mehrere Wochen hinweg wechselweise Regen und extreme Hitze, sodass vor allem die Korrosionsschutzarbeiten am Brückenüberbau nicht mehr vor dem Winter abgeschlossen werden können. Die Oberflächentemperatur des Stahls darf nicht mehr als 40 Grad Celsius betragen und die Luftfeuchtigkeit nicht über 85 Prozent liegen. Mehr als 150.000 Quadratmeter Stahlfläche werden insgesamt beschichtet.

 

2. Gibt es aktuell weitere Verzögerungen?

Es war geplant Anfang September das zweite Brückenteil einzuschwimmen. Durch Niedrigwasser können die Pontons nicht hertransportiert werden. Sie kommen aus Linz und lagen zwischenzeitlich in Passau und sind auf dem Weg zu uns. Auf dieser Strecke (Donau, Main, Rhein) gibt es immer wieder Niedrigwasser. Bis die Pontons bei uns sind. Die brauchen wir, damit wir das Brückenteil auflegen und schließlich vom Montageplatz in den Mombacher Rheinarm einschwimmen können. Das verzögert sich nun um voraussichtlich drei bis vier Wochen.

 

3. Welche Konsequenzen hat das nun?

Der Verkehr kann erst Mitte 2017 auf die neue Brücke umgelegt werden, wenn diese fertig ist.

 

Der Landesbetrieb Mobilität (LMB) und Hessen Mobil haben kurzfristig ein Verkehrskonzept für den Übergang erarbeitet, mit der die derzeit bestehende Engstelle im Bereich der Anschlussstelle Mombach früher beseitigt werden kann – als Übergangslösung bis zur Verkehrsumlegung auf die neue Brücke.

 

4. Wie sieht das Konzept konkret aus?

Voraussichtlich ab März 2017 wird der Verkehr im Bereich der Anschlussstelle Mainz-Mombach wieder 4-streifig – mit zwei Fahrspuren je Richtung – fließen können. Zudem kann dann auch wieder die Abfahrtsrampe Wiesbaden – Mombach unter Verkehr gehen. Für diese Verkehrsführung sind jedoch nach der Fertigstellung des Herzstücks Ende 2016 noch Anpassungsarbeiten notwendig. So muss eine große Übergangskonstruktion zwischen dem westlichen Herzstück und der bestehenden Rheinbrücke gebaut werden. Zudem sind Anpassungsarbeiten an der Asphaltschicht notwendig, um einen Ausgleich der unterschiedlichen Querneigungen zwischen dem neuen Herzstück und der alten Strombrücke herzustellen. Zuletzt werden noch die Schutzeinrichtungen und die Markierung angepasst. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich – je nach Witterung –zwei Monate.

 

5. Welche Arbeiten werden aktuell durchgeführt?

Aktuell werden Schweiß- und Korrosionsschutzarbeiten durchgeführt. Zudem werden am Trennpfeiler A zwischen Herzstück (Rheinland-Pfalz) und Rheinbrücke Verstärkungsmaßnahmen durchgeführt, um das neue Herzstück und die neue oberstromige Rheinbrücke auflagern zu können.

 

6. Wie geht es auf der Baustelle weiter (Bauablauf bis zur ersten Brückenfertigstellung)?

Wenn die Schweiß- und Korrosionsschutzarbeiten abgeschlossen sind werden auf der Brückenoberfläche Abdichtungsarbeiten durchgeführt und der Straßenbelag aufgebracht. Abschließend erfolgen die Ausstattungsarbeiten wie Schutzplanken, Wegweiser und Kleinbeschilderung.

 

7. Inwiefern hat die Verzögerung Einfluss auf die Gesamtfertigstellung Mitte 2020?

Es ist durchaus möglich über einen solch langen Zeitraum Zeit aufzuholen. Eine Prognose kann zurzeit niemand abgeben.

 

8. Wie hoch sind die Gesamtkosten?

Die Gesamtkosten belaufen sich derzeit auf rund 216 Millionen Euro. Kostenträger ist der Bund.

 

FAQ- Allgemein

 

9. Wie kann ich als Fußgänger/Radfahrer nach Sperrung des unterstomigen (westlichen) Geh- und Radwegs die Brücke überqueren?
Seit Mitte Oktober 2015 steht der Geh- und Radweg auf der oberstromigen (östlichen) Brückenseite zur Verfügung. Die Auffahrt auf Wiesbadener Seite befindet sich links im Bereich der Zufahrtsrampe der AS-Äppellallee, von der von Äppellallee kommend in Fahrtrichtung Wiesbaden. Den Radfahrern steht auf der Mombacher Seite einen Treppenturm zur Verfügung, der einen Aufgang mit Laufschiene für die Räder bereitstellt.

 

10. Wann und mit welchen Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen?

Die derzeit vorhandenen Fahrstreifen werden über die gesamte Bauzeit befahrbar sein. Durch drei zusätzliche Schiffsanlegeplätze wird ein Großteil der Baustellenbelieferung über den Wasserweg erfolgen. Diese Maßnahmen sollen mögliche Behinderungen im Verkehrsnetz reduzieren.

 

11. Warum muss die Schiersteiner Brücke neu gebaut werden?

Die Schiersteiner Rheinbrücke wurde von 1959 bis 1962 gebaut und als Bundesstraße 262 mit einem Verkehrsaufkommen von ca. 20.000 Kfz/24h dem Verkehr übergeben. Mit steigender Verkehrsbelastung stieg auch die Verkehrsbedeutung – aus der B 262 wurde die Bundesautobahn A 643, die heute mit einer täglichen Verkehrsstärke von etwa 90.000 Kfz/24h bei einem LKW-Anteil von 7,5 Prozent tagsüber und von zehn Prozent nachts belastet ist.

 

Der bauliche Zustand der bestehenden Rheinbrücke hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Hauptursache dafür sind die enorme Zunahme der Verkehrsbelastung und die gestiegenen zulässigen Achslasten. Der Zustand der Brücke erforderte deshalb die Herabsetzung der Geschwindigkeit auf 60 km/h.

 

12. Kann die Rettbergsaue während der Bauarbeiten besucht werden?

Die Rettbergsaue ist während der Bauarbeiten erreichbar. Die Personenfähre "Tamara" verkehrt während der Bauzeit zwischen Biebrich am Rheinufer, Schiersteiner Hafen und der Rettbergsaue mit einem erweiterten Fahrplan. Ein Zugang zur Rettbergsaue über die Schiersteiner Brücke ist jedoch nicht möglich.

 

13. Wird es während der Bauzeit eine Geh- und Radwegeverbindung über die Brücke geben?

Während der gesamten Bauzeit wird eine Geh- und Radwegeverbindung im Zuge der Schiersteiner Brücke aufrecht erhalten. Augenblicklich kann der oberstromige Radweg genutzt werden (siehe Frage 1). Im Spätsommer 2017 wird auf der ersten fertigstellten Brückenhälfte ein kombinierter Geh- und Radweg zur Verfügung stehen. Mitte 2020 ein weiterer auf der zweiten Brückenhälfte. Die zukünftigen Geh- und Radwege werden eine Breite von 2,5 m aufweisen und somit deutlicher breiter gestaltet sein, als bei der Bestandsbrücke. Die Radwege werden sowohl von Wiesbadener als auch von Mainzer Seite aus über Rampen befahrbar sein. Zusätzlich wird bei Fertigstellung der Gesamtmaßnahme (Mitte 2020) oberstromig ein abgehängter Rad- und Gehweg von Wiesbadener Seite zur Rettbergsaue und weiter auf die Mainzer-Seite und natürlich umgekehrt befahrbar sein, der ebenfalls eine Breite von 2,5 m aufweisen wird.

 

14. Wie sind die Begriffe "oberstromig" und "unterstromig" im Zusammenhang des Brückenbauwerks zu verstehen?

Mit dem Begriff "oberstromig" ist die Richtung/Seite gemeint, aus welcher der Fluss entspringt (Flussquelle). "Unterstromig" bezeichnet die Richtung/Seite zu der Flußmündung.

 

 

Kontakt

Wenn sie Fragen und Anregungen haben können sie uns kontaktieren